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Prolog: Diese Polemik entstand vor der
Bundestagswahl 2009. Bei dieser Wahl erreichte die netz-
Vergewaltigung ist meiner Ansicht nach das widerlichste Verbrechen
überhaupt. Und dann auch noch bei Kindern: noch viel widerwärtiger.
Der Kampf dagegen, wie auch der Kampf gegen die Veröffentlichung Bilder
& Videos von den Verbrechen, ist sinnvoll - wer würde das
bestreiten wollen? Mehr als "bedenklich" wird es aber, wenn Politiker sich
hinstellen, und (leider zurecht) glauben, mit diesem Thema ihre Interessen
auf anderen Gebieten ohne Widerstand durchdrücken zu können -
denn wer würde bestreiten wollen, ... Doch zuerst: Was ist passiert? Die Familienministerin stellt sich direkt vor dem Ablauf der Periode, also im Angesicht des kommenden Wahlkampfs (s. Politik, Populismus und Kinderporno), hin und teilt mit wehklagender Stimme dem mit Tränen ringenden Publikum mit, daß man zukünftig bestimmte Websites sperren möchte, es aber nur darum ginge, daß Bilder und Videos von Kindesvergewaltigungen nicht gesehen werden sollen, damit die Interessierten sie nicht bekommen, der normale Surfer nicht zufällig darauf stößt (und auf den Geschmack kommt - was für eine generell menschenverachtende, und auch wissenschaftlich nicht haltbare Argumentation), und um diese angebliche Industrie mit ihren angeblichen Millionenumsätzen auszutrocknen (wobei: Polizisten und Strafverteidiger reden davon, daß Kinderpornographie in der Regel kostenlos getauscht wird - die angeblichen riesigen Umsatzzahlen sind nirgends belegt, sondern entstammen wohl einer "Studie" eines Herstellers von Filtersoftware - was für ein Zufall aber auch), dann ist das kaum weniger widerwärtig und abstoßend. Denn es handelt sich um die gleiche Familienministerin,
Soviel also zur ach so betroffenen Frau v.d. Leyen, die ein schreckliches Verbrechen vorschiebt, um so eine erwartete Diskussion von vorneherein zu unterbinden, und die, da dieses Verbrechen und die geplante Maßnahme bei sachlicher Betrachtung in keinerlei sinnvollen Zusammenhang gebracht werden können, sich also nicht davor scheut, Kinder, konkret Mißbrauchsopfer, zu mißbrauchen. Denn da sie, vermutlich wider besseren Wissens, behauptet, daß es wirklich, wirklich nur um widerwärtige Werke ginge, bei deren Produktion Kinder vergewaltigt werden, ja, die an "inneren Blutungen" stürben, frage ich mich: wie verkommen ist es, Mißbrauchsopfer für eine solch dreiste Lüge zu mißbrauchen? (Das frage übrigens nicht nur ich mich, das fragen sich auch die "Mißbrauchsopfer gegen Internetsperren", kurz Mogis.) Webseiten unzureichend "sperren" zu wollen, weil man es nicht hinbekommt, sie wirklich abzuschalten, wobei man aber leider auch an Recht und Gesetz gebunden wäre. Denn es sind nicht nur berechtigterweise solche Werke, die dem BKA aber auch konservativen Kreisen ein Dorn im Auge sind. Man macht die Sperren nicht davon abhängig, ob Vergewaltigung (oder wenigstens sexueller Mißbrauch unterhalb der Schwelle der Vergewaltigung) zu sehen ist (da könnte man vielleicht erwachsene Opfern auch noch gleich unterstützen), sondern von der existierenden allgemeinen Gesetzgebung zu den Themen "Kinderpornographie" bzw. "sexueller Mißbrauch von Kindern". D.h., es geht somit auch um
Das alles klingt schon deutlich weniger blutig. Und Fakt ist, daß auf
den bekannt gewordenen Sperrlisten anderer Länder (auf die sich Frau
v.d.Leyen beruft) tatsächlich nur 1-3% der Einträge wirklich
Kinderpornographie zum Thema hatten. Aber was sind überhaupt "Kinder"?
Nun, biologisch ist man Kind, bevor man in die Pubertät gekommen ist,
die heutzutage mit ungefähr 10-12 Jahren
eintritt. Rechtlich ist man in Deutschland mit 14 strafmündig,
also für seine (Un-)Taten rechtlich verantwortlich, und somit
kein Kind mehr. Mit diesem Alter hat man dann rechtlich die sexuelle
Selbstbestimmung zum größten Teil, mit 16 dann vollkommen
erreicht, und gilt diesbezüglich nicht mehr als "Kind".
Mit 18 ist man schließlich volljährig und voll
geschäftsfähig, und wenn man 21 wird, gilt generell nicht mehr
das Jugend- sondern das Erwachsenenstrafrecht. Von 14 bzw. 16, des rechtlichen
Beginns der sexuellen Selbstbestimmung, bis 18, der Volljährigkeit, ist somit
eine "pornographische Grauzone". Deswegen gibt es neben der "Kinderpornographie"
mittlerweile auch "Jugendpornographie" sowie "Jugendanscheinspornographie"
(letzteres betrifft dann volljährige DarstellerInnen, die aber jünger
aussehen). Das Ergebnis ist das gleiche -> Verbot! Die Politiker arbeiten
in der EU- Zur Pornographie mit jungen Menschen kommt dann noch das "Problem" von Bildern mit nackten Kindern (keine Pornographie, kein Sex, kein Mißbrauch, keine Opfer - einfach Bilder von jungen Menschen ohne Kleidung, z.B. beim FKK). Die sind (noch) nicht strafbar, gelten in konservativen Kreisen aber als problematisch, weil sie angeblich die "Einstiegsdroge" zur Kinderpornographie bilden würden. Diese Leute argumentieren ernsthaft, daß man schon vom Anblick solcher Bilder pädophil wird - wohl so ähnlich wie ein Mann z.B. vom Anblick eines nackten Mannes ja auch homosexuell wird. Nun gut, darüber wundert sich vielleicht nicht nur der eine oder andere Sexualwissenschaftler, aber man sollte bedenken: "Es geht doch um den Schutz der Kinder!" Da braucht man keine wissenschaftlichen Belege, da tut es auch eine bloße Behauptung - so irre und unbewiesen die auch sein mag. Und weil das so ist, sind mittlerweile Bilder von nackten Kindern ggf. zumindest als "jugendgefährdend" eingestuft. Kinder dürfen ggf. also keine Bilder von nackten Kindern sehen. Denn, so die phantastische Argumentation: Sie könnten den Eindruck gewinnen, daß es nicht unnatürlich sei, sich nackt fotografieren zu lassen! Dabei würden sich Kinder doch eigentlich schämen, wenn sie nackt fotografiert würden (weiß doch jeder - beim FKK schämt sich ja auch jeder!). Wenn es also solche Bilder gibt, dann können auch sie nur unter Zwang gemacht worden sein, oder weil das Kind böswillig manipuliert wurde. Was das Kind will, danach fragt natürlich niemand. Ein Wunder, daß Kinder noch FKK machen oder in die Sauna dürfen. Oder haben sie schonmal ein kleines Kind nackt an einem Textilstrand gesehen? In den USA undenkbar, hier sieht man es (noch) allenthalben. Kein Wunder, daß es hier so viele Pädophile gibt! Aus der Antike kennen wir das Medusenhaupt: Ein Blick genügt, und man ist versteinert. Zugegeben, das ist natürlich keine Geschichte, die sich wirklich so ereignet hat - reine Fiktion halt. Aber jetzt kennen wir das "Medusenkind": Ein Blick genügt, und zack, man ist pädophil. Das ist natürlich keine Fiktion, denn es gibt Menschen, die leben im 21. Jahrhundert und behaupten das allen Ernstes (s. Kinder sind Pornos). OK, viele Menschen sagen auch, daß es einen unsichtbaren alten Mann "da oben" gibt, der alles weiß und alles kann (wohl außer Pädophilie und Vergewaltigung abzuschaffen), der sich aber unaufdringlicherweise soweit aus unserem Leben heraushält, daß stattdessen Heerscharen von Menschen hier an seiner statt seinen Willen verkünden müssen (bzw. was sie glauben, was sein Wille wäre - der Gute ist ja nicht sonderlich mitteilsam, und offenbarte sich bislang leider nur durch Menschen). Zu dumm natürlich, daß einem Großteil dieser "Diener Gottes" Sex verboten ist, weswegen einige von ihnen gerne Kinder vergewaltigen - sie wissen ja auch am besten, daß dieser Gott selbst wohl nichts gegen Pädophilie und Vergewaltiger unternimmt ...
Irgendwie habe ich aber auch den Eindruck, daß gerade diese Typen
so ziemlich nie fragen, was das Kind möchte - sie haben ihre
Sichtweise, und die Kinder haben dem widerspruchslos zu folgen. "Du sollst
deine Eltern ehren" ist ja schließlich auch Gottes Gebot. Aber wie sagte
der von mir sehr geschätzte George Carlin: "Respekt ist nicht gegeben, Respekt
muß man sich verdienen! Einige Eltern verdienen Respekt, viele nicht"
(s. The Ten Commandments (George Carlin)).
Da wäre z.B. aber auch dieser Kindergarten im Ruhrgebiet: Dort haben
Kinder nackt miteinander gespielt. Skandal!
Da wäre z.B. auch der Fall des minderjährigen Mädchens, ca.
11-13 Jahre, aus dem vorletzten Jahr, von dem Polizeibeamte Bilder im Internet
fanden. Bilder von eindeutig sexueller Natur, wie es hieß. Die Beamten
konnten anhand der Wohnungseinrichtung erkennen, daß die Bilder wohl in
Deutschland aufgenommen worden waren, und so kam das BKA auf die "gute" Idee,
ein Bild dieses Mädchens in den klassischen Medien und im Internet zu
veröffentlichen,
damit es erkannt wird, es aussagt, und man dann somit den Täter verhaften
kann. Denn: man ging davon aus, daß der Täter sich im
familiären Umfeld des Mädchens aufhielt (wie meistens bei
Kindesmißbrauch), und wollte den Mißbrauch unterbinden, von dem
man ausging, daß er nach wie vor stattfand.
Das Problem des BKAs: Es gab gar keinen brutalen Vergewaltiger. Kein kleines
Mädchen, vor Hilfe winselnd an inneren Blutungen sterbend. Das
Mädchen hatte im Internet einen erwachsenen Mann getroffen, Kamera und
Stativ herausgeholt, selbst Bilder von sich gemacht, und sie dem Mann per
E-
Allerdings glaube ich gar nicht, daß im BKA nur Vollpfosten arbeiten.
Ich tippe eher darauf, daß die sich für sehr "clever" halten.
Vielleicht ist das dort so abgelaufen:
Nun, das wäre natürlich "Eigenutz vor Opferschutz" - und sehr unappetitlich. Und sowohl diese Variante, als auch die der "geistigen Tiefflieger" wären wohl kaum erfreulich (vorsichtig formuliert). Aber vielleicht liest diesen Text ja auch einer aus dem BKA, der sich dann erbarmt, mir zu mailen, was da wirklich abgelaufen ist ... Aber nun gut, wir wissen jetzt also, daß es Menschen gibt, die mit freier Sexualität ein Problem haben. Wir wissen, daß es Menschen gibt, die mit Bildern von nackten Kindern ein Problem haben (aber natürlich auch von nackten Erwachsenen). Wir wissen, daß es Menschen gibt, die ein Problem haben, wenn es auch nur irgendwie um Kinder und Sexualität geht - egal ob dabei Kinder aus Fleisch und Blut eine Rolle spielen, oder nicht. Egal ob die Kinder genötigt werden, oder aus eigenem Antrieb sexuelle Interessen haben. Wir wissen auch, daß solche Dinge ggf. nicht strafbar sind. Da würde es sich doch anbieten, wenn eine Polizeibehörde, zumal eine so uneigennützige und intelligente wie das BKA, ohne diese lästige Strafbarkeit vor einem unabhängigen Gericht auch belegen zu müssen, Inhalte einfach mal so sperren kann, bloß weil diese Behörde meint, daß das so sein müsse. Allerdings: Jeder, der sich mit dem Internet auskennt, weiß, daß
Wenn man also erkennt, daß Straftaten im Internet vorkommen oder
dokumentiert werden, dann muß man gegen die Straftäter
selbst vorgehen.
Denn die Information über die Straftat ist im Raum, sie
wird nicht mehr verschwinden, man kann sie nicht mehr "zurückholen". Es
gibt keine Möglichkeit, existente Informationen wirksam zu verbergen, und
wer das dennoch vorhat, irrt, macht sich (bzw. den Wählern) etwas vor,
oder möchte "das Internet" abschaffen. Dafür aber ist das Internet
zu wichtig, zu groß sind die Vorteile, die die Menschheit aus dem legalen
Wissensaustausch bezieht (was auch weder Wolfgang "Stasi 2.0" Schäuble,
noch die Chinesen bestreiten). Wir leben im Informationszeitalter, es sind nur
noch nicht alle Menschen dort angekommen. Insbesondere viele alte Menschen noch
nicht - auch und gerade die Menschen, die über Ortsvereine voll von
noch älteren Menschen
in die Politik gekommen sind. Und das bezieht sich nicht nur auf notorisch
von Kontrollverlust geplagte Politiker westlicher Demokratien
("Informationsfreiheit?
Volksentscheide?
Na ja, gezwungenermaßen vielleicht ein bißchen!"), sondern natürlich
auch auf autoritäre Regime. Wäre ich zu den olympischen Spielen nach
China gefahren, hätte mich keine "große chinesische Firewall" daran
hindern können, online Informationen zu den Vorgängen auf dem "Platz
der Totenruhe" abzurufen. Als Internetfachmann weiß ich, wie das Internet
funktioniert, warum es so funktioniert und wie man wichtige Onlinekommunikation
wirksam vor Dritten verbirgt. Das ist Wissen. Wissen um ein Themengebiet, dessen
Thema das Wissen an sich und dessen Verbreitung ist. Wie lange wird es dauern,
bis das Wissen um unbeschränkte Information sich im nicht beschränkbaren
Internet so weit verbreitet hat, daß auch jeder Nicht-
Egal wie lange es dauern wird: das Ergebnis ist absehbar. Leute wie Ursula
v.d.Leyen, die, mindestens von Wissen unbeleckt, phantasiert: "Jeder (...)
kann eigentlich sich selber fragen, wen kenn ich, wer Sperren im Internet
aktiv umgehen kann? Die müssen schon deutlich versierter sein, das sind
die 20%, die sind zum Teil schwer Pädokriminelle (...)." Nein, Frau
v.d.Leyen: Auf Dauer wird jeder viele Menschen kennen, die das können.
Jeder wird es können. Wie es geht, kann man auch jetzt im Internet lesen,
und es dauert nur wenige Sekunden, diese Information zu finden und diese
"Sperren" zu umgehen - nicht jedesmal neu, sondern einmalig wenige Sekunden
und dann nie wieder. Und das ist noch nicht einmal strafbar - es ist
sogar systemimmanent.
Dazu kommt noch: Eine große Koalition will ein Gesetz erlassen, das eine
Polizeibehörde ermächtigt, Listen zu erstellen, was gesehen werden
darf und was nicht? Jenseits ihrer grundgesetzlich zugewiesenen Kompetenz?
Unter Mißachtung der Gewaltenteilung? Unkontrolliert? Ohne
Einspruchsmöglichkeit, und ohne die Betroffenen zu informieren? Eine
unfehlbare Polizei? Die erst vor kurzem nachweislich
"Beweise" manipuliert
hat, und auch noch zu doof dazu war, sich dabei vom Gericht nicht erwischen
zu lassen? Die bei freiwilligen, selbstgemachten Nacktbildern von schwerstem
Mißbrauch durch einen Vergewaltiger faselt? Die es nicht schafft,
bei strafbaren Inhalten die Macher zu verfolgen, und die Webserver vom Netz zu
nehmen? Nicht irgendwo in "failed states" ohne funktionierende Justiz in der
"Dritten Welt", sondern in Deutschland, der EU und den
USA?
Eine Polizei, die zusieht, und nur verhindert, daß Bürger diese Verbrechen
sehen? Die Bürger, die im Gegensatz zur Polizei dafür sorgen, daß diese
Webserver abgeschaltet werden?
Muß etwa ein ums andere Mal das Bundesverfassungsgericht seinerseits ein
"Stopp"-
Aber ja, vielleicht gibt es wirklich entsprechend grausame Bilder und Videos
im WWW, über die man zufällig stolpern kann? Ich habe mich deswegen
auf die Suche gemacht und ... Warnung: Nichts für Kinder, Eltern oder
allgemein empfindliche Gemüter!
Zwei offensichtlich minderjährige Mädchen, das jüngere Mädchen sehr wahrscheinlich noch nicht mal in der Pubertät, beim "Pole Dancing", während sich ein ebenfalls minderjähriger Junge einen "rubbelt". Es werden Schläge ausgeteilt, und schließlich "reitet" das jüngere der beiden Mädchen auf ihrem Bruder! Der Kameramann spart nicht mit Anweisungen und sarkastischen Kommentaren ("Du blutest!"). Er verhöhnt den Jungen und tritt ihm zum Abschluß auch noch in den Genitalbereich: Ein minderjähriger Junge wurde vermutlich von seinem Vater(!) festgebunden und wird gefilmt. Noch schlimmer: offensichtlich wurde das Kind massiv unter Drogen gesetzt und weiß weder, wie ihm geschieht, noch was überhaupt geschieht. Ein Versuch, sich zu befreien, wird vom Vater unterbunden:
Ich habe die Videos natürlich gesehen. In voller Länge. Mehrfach.
Mich erregt trotzdem der Anblick einer attraktiven, erwachsenen Frau -
immer noch. Sie muß noch nicht mal nackt sein - eine Blick, eine
Bewegung, kann dafür schon ausreichend sein. Vermutlich gerade weil ich
schon sehr viele nackte Frauen gesehen habe. Beim FKK, in der Sauna und,
natürlich, auch beim Sex. Und auch wenn beim bloßen Gedanken an
Frau v.d.Leyen oder Frau Merkel mir jegliche Lust vergeht: Das war vor dem
Anblick der Videos auch schon der Fall. Sieht so aus, als wenn die Videos
keinerlei schädliche Spuren in meinem Geist hinterlassen haben ... Und ja: wer jetzt meint, ich sei sarkastisch, der hat natürlich Recht! Denn kaum etwas kotzt mich, der mit sehr viel Zärtlichkeit aufgewachsen ist, und dessen Eltern nie auch nur den Versuch unternommen haben, Sexualität zu tabuisieren, der Freude und Erfüllung der Sexualität bereits vor der Pubertät kennengelernt hat, und sie hoffentlich bis ins hohe Alter bewahren wird, wirklich kaum etwas kotzt mich so an, wie dieses sexualfeindliche Getue, das Konservative wie Frau v.d.Leyen an den Tag legen! Und daß diese Leute das schlimmste Verbrechen, barbarisch gegen den Willen und die sexuelle Selbstbestimmung eines anderen Menschen zu handeln, nur als Vorwand mißbrauchen, ihre konservativen Ansichten durchzudrücken - ignorierend, daß sie dabei selbst mit ihren Verboten gegen die sexuelle Selbstbestimmung anderer Menschen agieren. Daß diese Leute einfach wegschauen, und den Mantel des Schweigens darüber legen, wie sie es jahrelang schon mit der Vergewaltigung von und mit der Gewalt gegen Kinder gemacht haben. Entweder weil man "darüber" nicht spricht, oder weil es so "bequemer" ist - dann wird schon alles gut! Weil es "nicht natürlich" sein soll, wenn ein Kind sexuelle Gefühle hat. Daß es sich zu schämen hat, wenn es nackt fotografiert wird, selbst wenn es fotografiert werden möchte oder sich selbst fotografiert, und sich über die Fotos freut - selbst noch als Erwachsener. Und daß sich ein junges Mädchen doch nicht zu wundern braucht, wenn es, "aufreizend" gekleidet, vergewaltigt wird. Genau wie sich in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts auch die erwachsenen Frauen darüber nicht zu wundern brauchten, wenn sie einen Minirock trugen ...
Sicher, Kinder sollen geschützt werden! Aber dieser Schutz soll ihnen den
Raum öffnen, in dem sie sich frei entfalten können. Dieser
Schutz soll sie nicht einengen! Wen stört denn das
Sexting,
also wenn auch Teenager von sich Nacktfotos machen, um sie Freunden zu senden?
Diejenigen, die Nacktheit als etwas empfinden, dessen man sich gefälligst
zu schämen hat. Bestimmt nicht die, die die Bilder machen oder gerne
zugesandt bekommen.
Menschen haben ein Interesse an Sexualität. Sie hatten es, sie haben es,
sie werden es (hoffentlich) immer haben. Und so wie ein anrührendes Drama uns
mitleiden läßt, so werden wir von Erotik erregt. Das ist zutiefst
menschlich und, das kann ich aufgrund vieler Erfahrungen seit meiner Kindheit
versichern, auch unabhängig vom Alter und vom Geschlecht. Und belegt ist:
Einzig Gesellschaften die liebevoll mit den Kindern umgehen und sie in ihrer
Sexualität nicht einengen, sind zu 100% frei von schweren Gewalttaten. Es
gibt im Gehirn zwei getrennte Bereiche: einer für Schmerz und Aggression,
und einer für körperlichen Genuß, Sex, Sozialempfinden sowie
Lebensfreude, die nicht gleichzeitig aktiv sein können. Die Erziehung
entscheidet darüber, welcher Bereich uns dominiert (s.
Gefährliche Doktorspiele).
Und: Diese Gesellschaften sind auch kreativer - allerdings auch freier
von einem moralisierenden Gottesglauben. Nun, daher könnte das Problem
auch kommen, das gerade die C- Diese offene Einstellung gefällt also einigen Leuten nicht. Weil sie es nicht wissen, glauben oder verstehen wollen (oder können). Manche glauben sogar lieber an Enthaltsamkeit bis zur Ehe - angeblich weil ihr Gott es so will. Was ist das für ein Gott? Schwere Sexualstraftäter kommen allesamt aus repressiven Elternhäusern. Und warum melden sich denn Opfer sexueller Straftaten oft so zögerlich, wenn überhaupt? Wohl auch weil Konservative die Sexualität (außer zum Zwecke der Fortpflanzung innerhalb der klassischen Ehe) gerne als "sündhaft" oder "unmoralisch" bezeichnen. Da macht der Täter jemanden nicht "nur" zu einem Opfer, sondern die Tat stigmatisiert in einem solchen (un)geistigen Klima das Opfer auch noch zusätzlich. Ein Opfer, das zudem ggf. eher Unsicherheit als Selbstbewußtsein an den Tag legt, weil über Sexualität zu wenig gesprochen wurde, und, z.B. im Fall pädophiler Priester, der Täter als Autorität dargestellt wurde. Aber will Gott vielleicht, daß es solche Verbrecher gibt? Hoffentlich nicht. Das ist aber nicht die Frage. Die Frage ist: Wollen wir das? Nun, Vergewaltiger sind glücklicherweise die Ausnahmen von der Regel. Die Regel ist: Sexualität wird tabuisiert, auf daß man im Erwachsenenalter, nun mit anerzogener Verklemmung, der Sexindustrie riesige Umsätze beschert. Sex sells - auch in der normalen Wirtschaft, in der Werbung wie in und auf Zeitschriften. Leicht kann man feststellen - auch anhand der Internetsuchen: Je rigider in einem Staat die Sexualität unterdrückt wird, desto größer der Bedarf nach Pornos. Wollen wir das wirklich? Ich für mein Teil bin jedenfalls sehr erfreut, daß die kommerzielle Pornoindustrie derzeit mehr und mehr leidet, weil viele Menschen ohne kommerzielle Absichten ihre eigene Erotik in frei zugänglichen Websites präsentieren. Diese Websites sollten geschlossen werden, so meinen diese Leute. Aus Jugendschutzgründen - natürlich. Daß es keinerlei empirische Studien gibt, die die Wirkung von gewaltfreier Pornographie auf Kinder als nachteilig belegt: Wen kümmert's? Daß Sexualwissenschaftler es normal finden, wenn sich Jugendliche für Pornos interessieren - um zu lernen und zu experimentieren: Wen interessiert's? Daß umfangreiche, altersgerechte Aufklärung nicht von "offiziellen" Stellen geschieht, sondern durch kommerzielle (insbes. also von der Bravo - jo, die habe ich früher auch gelesen) mit all ihrer Werbeberieselung: Wen stört's? Es geht nicht um "Fakten" oder um das Wohl der Kinder. Es geht darum, "Pornographie", und alles was manche dafür halten (und das fängt bei manchen Zeitgenossen bereits bei Nacktheit an), möglichst aus unserem Leben zu verbannen.
Unvergessen sind mir dabei auch Auswüchse von Emmas "PorNO"-
Aber gut, schliessen wir solche "gefährlichen" Websites. Zu dumm, daß
in den USA dieses Vorhaben gerade (mal wieder) gescheitert ist: der Supreme Court
sieht das Recht auf freie Meinungsäußerung als
nicht einschränkbar
an - Jugendschutz hin oder her. Auch bei uns hat es bereits Versuche gegeben,
solche (ausländischen) Websites zu "sperren" (inländische brauchen
eine Alterskontrolle). Letztlich erfolglos, da unsere Justiz befand, den
Internetprovidern wäre eine Sperrung mangels technischer Infrastruktur
nicht zuzumuten. Jetzt soll genau diese Infrastruktur zwangsweise errichtet
werden. Wie wird die Justiz bei der nächsten Klage entscheiden? Und
weitere Klagen werden kommen. Das ist so sicher, wie das Amen in der
Kirche - das hat die Vergangenheit bereits schmerzlich bewiesen. Da
muß ich als ehemaliger Buchhändler nur an das hervorragende
Aufklärungsbuch Zeig mal! denken:
Und natürlich muß man bei "unerwünschter Sexualität" (also
auch Sexualität, die Menschen aus freien Stücken mit anderen Menschen
via Websites teilen) nicht aufhören: es gibt doch so vieles, was
schädlich für die Jugend (und auch für Erwachsene) ist. Was das
im einzelnen so ist, daß wissen die Politiker ja am besten. Sie wollen ja
bekanntermaßen nur unser Bestes (also vorzugsweise, wie immer, unser
Geld). Da wären z.B. nicht genehme Meinungen oder Satire,
Downloads von MP3 und Videos,
oder gar "Killerspiele".
Jenes digitale "Cowboy und Indianer"-
Andere Untersuchungen haben ergeben, daß saunieren die Intelligenz
senkt. Natürlich vergeht auch das mit der Zeit: ein Saunagänger
ist schon bald wieder genauso schlau (oder dumm), wie vorher. Verbieten
wir deswegen die Sauna? Oder dürfen bald nur noch Erwachsene in die
Sauna? Oder in die Sommersonne? Egal, Hauptsache, die Waffen, mit denen
getötet wird, werden nicht verboten. Schließlich gibt es ja eine
Waffenindustrie - besonders in Bayern. Und viele Schützenvereine.
Vielleicht wäre stattdessen ein Mehr an Swingerclubs aggressionsabbauender?
"Nichts muß, alles kann" statt dieser "Knallköpfe"?
Dabei könnten wir doch gerade jetzt Erziehungsheime brauchen. Und zwar strenge, angesichts dieser Jugend, die nur Sex und sonstiges Amüsement zu kennen scheint. Was soll aus den Migrantenkindern, und damit auch aus unserer Zukunft, denn auch werden, wenn diese Kids den ganzen Tag vor dem Computer verblöden? Sie bauen in der Schule ab, wenn sie denn überhaupt hingehen. Nun, das betrifft nicht alle, aber für die, die es betrifft, habe ich prinzipiell Verständnis. Wenn ich andauernd wegen der Herkunft meiner Eltern benachteiligt würde (was allerspätestens beim Wechsel von Grund- auf die weiterführende Schule überdurchschnittlich oft und eigentlich unerklärlicherweise passiert), wenn ich nur als der letzte Arsch gelten würde, reingesteckt in Schulen, die eher Verwahranstalten gleichen, mit Lehrerbeamten, die zu einem schlechten Teil den Beruf wegen der Sicherheit ergriffen hat, nicht weil sie Kinder lieben (selbst wohlmeinende Menschen sprechen hier von immerhin 30% der Lehrerschaft), wenn ich mit Lehrern zu tun hätte, die, selbst wenn sie es wollten, mit Kindern überhaupt nicht umgehen können (gleichwohl aber auch nicht entlassen werden können - sie sind ja unkündbar), und wenn es Computerspiele gibt, in denen ich zeigen kann, daß ich was kann, in denen kann ich Selbstbewußtsein tanken, daß ich sonst nicht aufbauen kann, in denen ich Freunde gewinnen kann, denen ich im realen Leben vielleicht nie begegnet wäre, weil sie in andere Schulen gehen, in anderen Vierteln leben, und, gerne Einzelkind, gut behütet von ihrer Mami im SUV zum Klavierunterricht gefahren und wieder abgeholt werden, wenn ich also in dieser Situation wäre, dann würde ich das Erfolgserlebnis und das Gruppengefühl vielleicht auch der Verwahranstalt vorziehen. Aber beamtete Lehrer und Trennung der Schullaufbahn in der 4. Klasse sind immer noch sakrosankt. Und übrigens: Es wäre, so glaube nicht nur ich, auch durchaus sinnvoll, wenn Jugendliche im Sturm ihrer sich wandelnden Biologie, gemeinhin Pubertät genannt, auch generell anders und zu anderen Zeiten unterrichtet würden. Was sollten wir also tun? Sexualität weiter tabuisieren und Computerspiele verdammen, oder unsere Gesellschaft verbessern? Ich weiß, was von beidem bequemer ist. Ich weiß, was von beidem billiger ist - zumindest auf kurze Sicht. Und ich weiß, daß Politiker mitunter Schwierigkeiten haben, für Zeiten zu planen, in denen sie selbst nicht mehr wählbar sein werden. Ich weiß auch, wie lange die Politiker der CDU gebraucht haben, sich und ihren Anhängern einzugestehen, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist. Ich weiß auch, wie lange der CDU die Ganztagsschule als Teufelszeug galt, und wie lange das dreigliedrige Schulsystem als ultima ratio angesehen wurde. Und ganz nebenbei bemerkt: Es war auch die Union, die uns dieses niveaulose private Verdummungsfernsehen beschert hat. Daß sich in der CDU, vom Privatfernsehen mal abgesehen, durchaus Änderungen ergeben haben, gibt auch ein bißchen Anlaß zur Hoffnung.
Weniger Anlaß zur Hoffnung gibt hingegen unser "Betroffenheitsminister"
Karl-
Und ich bin, ich muß es leider sagen, von diesem Staat mittlerweile
enttäuscht. Ich bin von
prügelnden Polizisten
enttäuscht, die doch Staats- und damit Volksdiener sein sollten. Enttäuscht
von Polizisten, die Aussagen absprechen, um Verurteilungen zu erreichen, und die
Aussagen absprechen, damit ihresgleichen
ungeschoren
davon kommt. Ich bin enttäuscht, daß viele Polizisten vorzugsweise
langhaarige und/oder nach Migrationshintergrund aussehende Jugendliche
kontrollieren - von Menschen mit dunkler Hautfarbe ganz zu schweigen.
Ich bin enttäuscht von Polizisten, denen kein Vorwand billig genug ist,
Grundrechte des Bürgers
mit den Füßen zu treten, anstatt lieber einmal mehr zu zweifeln,
und auf einen Richterentscheid zu warten. Aber ich bin auch enttäuscht von
Richtern, die, gegen geltendes Recht,
unsinnige DNA-Proben
veranlassen, oder die ohne wirklich eingehende Prüfung Anträge auf
Wohnungsdurchsuchungen oder TK-
Und ganz besonders bin ich von Politikern enttäuscht, die das alles zu
verantworten haben, weil sie es sind, die die Gesetze und Vorschriften
erlassen, ignorierend, daß Menschen Fehler machen (sei es absichtlich
oder unabsichtlich), und den Bürger auch noch für dumm verkaufen,
mit (leider) so leicht widerlegbaren Schwachsinnsfloskeln wie:
"Wer nichts zu
verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten." Ich bin von ignoranten,
unwissenden Politikern enttäuscht. Ich bin von ihrer Klüngel- und
Lobbypolitik enttäuscht. Davon, daß sie nicht willens oder fähig
sind, zu lernen und zu differenzieren, und sie im Zweifel dann lieber
verbieten
wollen, gerne mit Dummheit und Demagogie als Hilfsmittel (s.
Drogen, Kinderporno, Killerspiele).
Ich bin enttäuscht, wenn sie sexuellen "Anstand" predigen, damit aber nur
den Bürger, nicht aber sich und ihre Freundin in Berlin, Stuttgart oder
sonstwo meinen. Wenn sie von
"Drogen"
reden, aber nicht die Herstellung, den
Vertrieb oder den Konsum der toxischen und schwer abhängig machenden
Suchtstoffe Nikotin und Alkohol meinen. Wenn sie über "Killerspiele" und
Paintball herziehen, aber Schützenvereine und Fechten für sie kein
Problem darstellt. Ich bin enttäuscht, wie die Parteien sich diesen Staat
zu ihrer Beute gemacht haben. Enttäuscht von ihrem Proporz- und
Postengeschacher. Ich bin davon enttäuscht, wie unsozial sie handeln, und
wie selbst ein Jahr nach Beginn dieser (vorhersagbaren und vorhergesagten)
Finanzkrise noch keinerlei wirkliche Änderung des Finanz- und
Wirtschaftssystems in Aussicht ist - noch nicht einmal den Ansatz einer
Debatte über die Zukunft sehe ich (von den Vorstelllungen eines neuen
Präsidenten in den USA mal abgesehen). Ich bin enttäuscht, wie immer
noch die Industrie vor den Verbrauchern bevorzugt wird. Ich bin enttäuscht,
wie vieles von dem, was ich selbst erlebt, was mich zu dem entspannten,
zufriedenen, glücklichen Menschen gemacht hat, der ich bin, im Furor des
konservativen Rollbacks und gegen die wissenschaftlichen Faktenlage mindestens
zurückgefahren wird. Ich bin enttäuscht, wie regierende Politiker,
Vertreter des Volkes, des angeblichen Souveräns, begründete Bedenken
einer Vielzahl gut gebildeter und gut verdienender Menschen mit plumper
Diffamierung begegnen. Ich bin enttäuscht, daß namhafte Politiker so
dumm (oder dreist) sind, davon zu faseln, dieses Gesetz wäre sinnvoll, da
man ja sonst nichts machen könne, wenn Server mit Bildern vergewaltiger
Kinder "irgendwo" stünden, wo nichts dagegen gemacht würde. Ich bin
noch enttäuschter, wenn diese Politiker gar kein Land nennen können,
wo dies denn der Fall sein soll (andere nennen das
Volksverdummung)!
Ich bin enttäuscht, wenn ihnen gar nicht bewußt ist, daß ein
Server mit der Top-
Die Politiker sorgen sich um "Politikverdrossenheit"? Nein, es ist
Politikerverdrossenheit! Und wir beginnen, uns zu wehren! Wir sind vernetzt,
wir debattieren jenseits der "veröffentlichten Meinung", außerhalb
der Zeitungen, die weniger die Meinungsfreiheit widerspiegeln, als die
Meinungen weniger Verleger. Wir stimmen uns ab, wir machen Stimmung! Wir sind
jung (mindestens im Geiste), innovativ, gebildet, sozial. Selbst gegen die
ältesten von uns sehen die jüngsten von euch aus wie Neandertaler: Zum
Aussterben verurteilt. Wir diskutieren, bloggen, twittern, feeden, chatten,
laden runter und hoch. Und: Ihr könnt euch warm anziehen - wir haben
gerade erst angefangen ... PS: Sagt euch eigentlich das Zitat: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!" etwas?
Kurz-URL dieses Artikels: http://Coding.binon.net/Zensur
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